Montag, Januar 17, 2005

Mosi und Mordio

RM ist tot. Erdrosselt - "and not in a good way" möchte ich hinzufügen - von einem irakischen Gelegenheitsstricher im Streit um profanes Geld: Er hatte im wahrsten sinne am falschen Ende gespart.

Fragen bleiben offen: Warum hat der Exil-Iraker nicht einfach Informationen über ein Rüstungsprogramm an den BND verkauft? Warum waren Moshammers Moden so schrecklich? Teilt er jetzt ein halbes oder ein viertel - Versace Schicksal? Und wird Daisy bei einer Beerdigung im ägyptischen Stil ausgeweidet und mit dem Herrchen ausgesetzt?

Vor allem jedoch: Ein Blick in Gayromes Escort Community verrät das die Preise auch in München nicht aus dem Rahmen fallen: 150€ pro Stunde und 350€ pro Nacht. Damit ist man dann schon gut bedient. Was also bekommt man für 2000€ und warum begibt man sich als Super Schickeria Tucke auf den Bahnhofsstrich, wenn man alles so bequem nach Hause ordern kann? 2000 Euro sind mehr als ein Hartz IV Empfänger im Jahr hinzuverdienen darf. Ich denke man kann sich ausmalen, daß es um mehr als einen Ein Euro Blowjob ging.

Hmmm. Ehrlich gesagt, will ich mir das nicht en detail vorstellen, nur halte ich den Kommentar auch in der NP, eine einsame Seele habe "köperliche Nähe" gesucht für eine doch freundliche Umschreibung für jemanden der mit Armutsprostituierten den Kick gewollt zu haben scheint. Ich würde vorschlagen, daß man die Bildüberschrift "Der perverse Mosi Mörder" in "Der Mörder des perversen Mosi" umstellt.

Was Daisy angeht, so ist sie mir egal, dem Land aber nicht. Jetzt, wo die Fultopfer endlich aus dem kollektiven Gedächtnis gespült worden sind würde mich aber einer ZDF Gala für das Tier nicht überraschen. Spenden bis der Arzt kommt ist das neue Hobby dieses verarmenden Landes. Ich nehme die ägyptische Variante zurück: Man kann Daisy einfach in ein goldenes Laufrad setzen und aus ihr ein Mode Mosi Mahnmal machen. Dann bekommt wenigstens München eine Topographie des Terrors.


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